So funktioniert die HoloLens

Exponate sind schon sehr lange ein probates Mittel, um im Rahmen von Veranstaltungen Technologie erlebbar zu machen. Damit können technische Sachverhalte direkt an Antriebs-, Fahrwerks- oder Karosserie-Komponenten vermittelt werden. Mit dem sogenannten virtuellen Exponat, das durch die HoloLens von Microsoft möglich wird, ist Audi der erste Automobilhersteller, der die neue Datenbrille in dieser Art und Weise einsetzt.

Um die Bilder zu erzeugen, benötigt die HoloLens keinen PC und ist daher auch kabellos. Im Brillengestell sitzt ein Mini-Computer, der die Inhalte an zwei kleine Displays weiterleitet. Diese übertragen das Bild an vier Linsen, die es dann auf beide Augen projizieren. Hologramme, Multimedia-Inhalte oder Informationen sind so im Blickfeld des Nutzers sichtbar. Dafür müssen zunächst sogenannte CAD-Daten, das sind spezielle technische 3D-Animiationen, die auf Konstruktionsdaten basieren, für die Brille aufbereitet werden.

Kurz nach dem Aufsetzen der HoloLens erscheint der Audi Technikvorstand Peter Mertens als Hologramm vor mir und begrüßt mich. Er sieht so echt aus, als würde er direkt vor mir stehen. Das gibt mir das Gefühl hautnah dabei zu sein. Der Moderator, der heute die Funktionen und Möglichkeiten der HoloLens erklärt, weist auf die erste Station hin, zum eigentlichen Highlight, dem neuen A8. Plötzlich steht er vor mir, in seiner gesamten Größe, also im Maßstab 1:1. Ich bin wirklich beeindruckt. Die virtuelle Welt in die Wirklichkeit holen, das kann die HoloLens wahrhaftig.

Augmented Reality gleich Mixed Reality?

Im Gegensatz zur Virtual Reality (VR) taucht der Träger der HoloLens nämlich nicht komplett in eine optisch und akustisch virtuelle Computerwelt ab. Stattdessen nimmt er weiterhin seine Umgebung wahr und erlebt eine erweiterte Realität, die Augmented Reality. Diese Erweiterung der Realität wird auch als Mixed Reality bezeichnet, da es sich um eine Verschmelzung von realer und virtueller Welt handelt.

Anhand des virtuellen Exponats erklärt mir der Moderator die unterschiedlichen Funktionen und Sensoren, unter anderem das zentrale Fahrerassistenzsystem zFAS. Ich bewege mich ein paar Meter weiter weg vom Auto. Nun kann ich sehen, in welchem Bereich der Laserscanner aktiv ist. Eigentlich ist der Laserstrahl nämlich für den Menschen unsichtbar, denn er liegt im Infrarotbereich. Durch die Animationen in der Brille wird dieses wichtige technische Detail des A8 für mich sichtbar.

Quelle: Audi Blog

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