München (ots) – Schon bald dürfen Sie sich freuen, wenn Sie auf dem Weg zur Arbeit in den Stau geraten. Sie werden sich dann entspannt zurücklehnen und die Augen schließen, während Ihr Wagen im Stop-and-go vorwärts zuckelt.

Eine Utopie? Keineswegs, wie die Zeitschrift P.M. MAGAZIN (Ausgabe 9/2013, ab heute im Handel) berichtet. Im kalifornischen Silicon Valley ist das heute schon technisch machbar: Computer haben die Führerscheinprüfung bestanden, und auf dem Highway I kann Ihnen jederzeit ein selbst fahrender Toyota Prius oder Lexus begegnen. Mehr als 800 000 Kilometer haben autonome Pkw bereits auf öffentlichen amerikanischen Straßen zurückgelegt. Und zwar unfallfrei – abgesehen von einem kleinen Auffahrunfall, bei dem gerade ein Mensch am Steuer saß. Die Behörden in Florida, Nevada und Kalifornien sind von der Sicherheit der Fahrzeuge so überzeugt, dass sie sie zum Verkehr zugelassen haben. Zur Vorsicht muss ein menschlicher Fahrer an Bord sein, der bei Notfällen eingreifen kann.

Dass Maschinen die besseren Fahrer sind, davon ist Sebastian Thrun vom Internetgiganten Google überzeugt. Der aus Solingen stammende Chef der „Google Car“-Entwicklung glaubt sogar, dass automatisches Fahren viele Verkehrsprobleme lösen wird. „Ist Ihnen klar“, fragt er herausfordernd, „dass wir die Kapazität von Straßen verdoppeln oder verdreifachen könnten, wenn wir nicht an die menschliche Leistung gebunden wären?“ Mit der Präzision von Robotern könne man dichter hintereinanderfahren und die bestehenden Verkehrsflächen effizienter nutzen.

Bis zur Serienreife selbst fahrender Google-Autos wird allerdings noch einige Zeit vergehen. Auch der Preis ist noch eine Hürde. Heute würde die im Google-Auto eingebaute Hardware 100 000 Dollar kosten. Doch der Weg zur Kostensenkung ist klar: In der nahen Zukunft soll es immer mehr teilautonome Systeme mit beschränkter Computersteuerung geben. Audi hat ein System mit automatischer Lenkung unterhalb von 60 km/h vorgestellt, Mercedes-Benz möchte noch diesen Sommer ein teilautonomes Technikpaket für die S-Klasse anbieten.

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Stefanie Hauck
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