Der Audi R8 RWS im Beziehungstest

Nie stellte sich mir die Frage, was wir von unseren Autos erwarten, mehr als heute. Wir scheinen chronisch unzufrieden. Paartherapie mit unserer geliebten Blechbüchse gibt es nicht. Höchstens gemeinsame Urlaube. Aber bringen die uns näher zu unserer mobilen Mitte? Wir beschweren uns über zu viel Technik im Auto. Es herrscht Eiszeit hinter dem Lenkrad. Das Ding wiegt zu viel und fühlt sich zu weit weg von der Straße und damit nicht ehrlich an. Kennen wir in dem Maße nur von unserer Ex-Freundin. Wäre das Auto unser Partner, wir hätten uns längst getrennt und unseren Freunden gesagt, die Leidenschaft sei verloren gegangen. Easy, Schluss gemacht per WhatsApp. Ein Oldtimer muss her. Ein Sugar-Daddy. Der kann mit der Agilität der jüngeren Wettbewerber zwar nicht mithalten. Er macht’s nicht mehr immer, überall und die ganze Nacht, dafür fühlt er sich echt an, denn er weiß, was er tut.

Wissen wir denn noch, was wir wollen? Oder leben wir in der Generation Car-Why? Jeder möchte sein Handy connecten – am liebsten mit sich selbst – und wenn das nicht geht, bitte wenigstens mit der Karre. Das gehört zum guten Ton. Sicherheits-Assistenten – sowieso. Niemand will im Auto sterben, dafür hat man ja nicht die letzten Jahre im Fitness-Studio geschwitzt und hat auf Fleisch verzichtet. Sitzheizung? Ja, bitte, und auch das beheizbare Lenkrad. Das ist schon arg nett im kalten Winter. Generell sollte es was Großes, Hohes sein mit sportlichen Genen. Vieles macht mich traurig. Ich sehne mich nach Wärme, Bindung und Abwechslung. UND DANN … baut Audi dieses Auto.

Quelle: Audi Blog

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