Bielefeld (ots) – Wenn US-Präsident Donald Trump auf amerikanische Straßen schaut, ärgert er sich über die vielen Mercedes und BMW. Wenn umgekehrt Europäer auf ihr Smartphone blicken, muss ihnen alles amerikanisch vorkommen. Sie googlen, um ihren Wissensdurst zu stillen. Sie orientieren sich auf Googlemaps, wenn sie nach dem Weg suchen. Sie schauen Youtube und bezahlen demnächst mit Googlepay. Was nicht Google ist, ist Apple, Facebook, Amazon, Microsoft – und damit auch amerikanisch. Konkurrenz mit nennenswerten Nutzerzahlen gibt es auf der Welt fast nur noch in China. Daran wird auch die mit Abstand höchste Kartellstrafe der EU erst einmal nichts ändern. Google hat schon angekündigt, dass es einfach sein Betriebssystem Android künftig nicht mehr kostenlos zur Verfügung stellen wird. Das wird die Entwickler noch nicht dazu bringen, Apps nun auf ganz anderen, vielleicht europäischen Betriebssystemen zu entwickeln. Dazu ist die Marktmacht von Googles‘ Android und Apples iOS zu groß. Trotzdem ist es richtig, dass die EU ein Zeichen setzt – nicht nur für Google, sondern für alle Datenkraken, mögen sie hier noch so charmant auftreten.

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