Hagen (ots) – Hagen. Die VW-Autohauskette MaxMoritz mit bundesweit elf Standorten unter anderem in Hagen, Soest, Bielefeld und Ostfriesland hat gestern beim Amtsgericht Bremen Insolvenz in Eigenregie beantragt. Die Kette, die Audi, VW, Seat und Skoda vertreibt und rund 650 Mitarbeiter beschäftigt, gehört zur Weller-Gruppe in Berlin und hat nach eigenen Angaben rund 22000 Fahrzeuge pro Jahr verkauft. „Die Entwicklung ist nicht über Nacht gekommen. Es ist nicht rund gelaufen“, erklärte der geschäftsführende Gesellschafter Burkhard Weller gegenüber der WESTFALENPOST. Zur Weller Gruppe gehören auch Autohäuser der Marken BMW und Mini (B&K) sowie Toyota und Lexus (Auto Weller). „Hier läuft es hervorragend“, erklärte Weller. Diese Unternehmensteile seien von der Schieflage nicht betroffen. Nach eigenen Angaben habe man seit 16 Monaten versucht, MaxMoritz erfolgreich zu restrukturieren. Dies ist nicht gelungen. „Wir werden uns nun geordnet zurückziehen. Mit dem VW-Konzern ist das Vorgehen abgesprochen“, so Weller. Die Beschäftigten an den Standorten wurden gestern Nachmittag informiert. Weller gehe nun für MaxMoritz auf Investorensuche. „Ich habe noch mit niemandem gesprochen.“ Der Geschäftsführer sieht zum jetzigen Zeitpunkt gute Chancen für alle Beschäftigten und die Häuser, außer möglicherweise einem kleinen Service-Standort in Wiesmoor. Zum weiteren Sanierungsverfahren gehört auch, dass das Insolvenzgericht einen weiteren Geschäftsführer bestimmt, der neben Weller und zwei weiteren MaxMoritz-Geschäftsführern die Planinsolvenz mit Gläubigerschutz begleitet. Die Gehälter für die Beschäftigten seien durch das Verfahren gesichert, erklärte Weller. Das Geschäft laufe an allen Standorten für Kunden und Beschäftigte ganz normal weiter. Weller scheint sich voll auf Toyota und Lexus zu fokussieren und in das Geschäft mit diesen Marken zu investieren. Die Weller-Gruppe hat in diesem Jahr nach eigenen Angaben rund 53000 Fahrzeuge verkauft und mit rund 2300 Beschäftigten einen Umsatz in Höhe von 1,3 Milliarden Euro erzielt – inklusive MaxMoritz.

Pressekontakt:

Westfalenpost
Redaktion

Telefon: 02331/9174160

Original-Content von: Westfalenpost, übermittelt durch news aktuell
Quelle: presseportal.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert