Wenn ich für einen Marathon trainiere, habe ich ein klares Ziel vor Augen: 42 Kilometer laufen – dafür muss ich hart trainieren. Was ist mein Ziel bei Achtsamkeit?

Steca: … so gut es geht im Jetzt zu sein. Fakt ist: Unser Gehirn braucht 25 Prozent unserer gesamten Energie. In dem Moment, in dem ich versuche, mehrere Aufgaben gleichzeitig zu erledigen, verliere ich Energie. Multitasking ist also ein riesiger Energiefresser. In dem Moment, in dem ich mich fokussiere, spare ich Energie und nutze diese effizienter für neue Aufgaben.

Und wie kann ich das Ziel erreichen?

Steca: Die schlechte Nachricht: Das hört sich leichter an, als es ist. Die gute Nachricht: Wir haben diese Fähigkeit in uns. Wir müssen sie nur wiederentdecken. Denn als Kinder waren wir immer im Jetzt. Erst wenn unser Geist sich weiterentwickelt, fangen wir an, uns Gedanken und Sorgen über die Vergangenheit und Zukunft zu machen. Achtsamkeit lässt sich systematisch trainieren.

Martin-Agar: Es geht darum, dranzubleiben. Das war auch unser Impuls, eine Community zu gründen. Sie bietet Mitarbeitern eine Plattform, um sich zu informieren, auszutauschen und zu vernetzen. Martin hat zum Beispiel in Ingolstadt das Konzept „Achtsamkeit in der Mittagspause“ ins Leben gerufen, das an unterschiedlichen Orten an verschiedenen Wochentagen stattfindet.

Worum geht es konkret?

Steca: Achtsamkeit ist eine innere Haltung. Aber es gibt verschiedene Möglichkeiten, sie wie einen Muskel zu trainieren: Atemübungen, Yoga oder Meditation und der sogenannte Body Scan, eine Körperwahrnehmungsmethode, sind einige davon. Im Grunde kann alles eine Meditation sein, auch das Mittagessen oder dieses Interview.

Achtsam sein – wie fange ich damit überhaupt an?

Quelle: Audi Blog

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