Bei der Traditionsveranstaltung im US-Bundesstaat New York setzt das Porsche GT Team in der stark besetzten Klasse GTLM zwei Porsche 911 RSR ein. Nach Siegen in Sebring und Mid-Ohio führt Porsche die Herstellerwertung der bedeutendsten Sportwagenrennserie Nordamerikas an. Zusammen mit den Langstreckenrennen in Daytona und Sebring sowie dem Petit Le Mans wird Watkins Glen auch für den North American Endurance Cup gewertet. Porsche liegt in dieser wichtigsten und härtesten Performance- und Zuverlässigkeitswertung im weltweiten GT-Rennsport aktuell auf dem zweiten Platz.

Das Rennen

Die 5,472 Kilometer lange Rennstrecke Watkins Glen International wurde um eine bewaldete Bergkuppe gebaut und 1956 eröffnet. Der Traditionskurs ist nicht nur Sportwagenfans in aller Welt ein Begriff: Von 1961 bis 1980 war nahe der beschaulichen Kleinstadt Watkins Glen auch die Formel 1 mit dem Großen Preis der USA zu Gast. Den letzten Porsche-Erfolg auf der kurz auch „The Glen“ genannten Strecke holten 2015 Wolf Henzler und Bryan Sellers mit dem 911 RSR.




Die Porsche-Fahrer

Das Cockpit des 911 RSR mit der Startnummer 911 teilen sich in der Klasse GTLM die Gewinner des Zwölfstundenrennens in Sebring, Patrick Pilet (Frankreich) und Nick Tandy (Großbritannien). Laurens Vanthoor (Belgien), frisch gebackener Le-Mans-Sieger, und Earl Bamber (Neuseeland) sind die Fahrer des zweiten vom Porsche GT Team eingesetzten 911 RSR mit der Startnummer 912. Sie haben in den USA zuletzt das Rennen in Mid-Ohio gewonnen. In der Klasse GTD sind die Porsche-Kundenteams Wright Motorsports mit Patrick Long (USA) und Porsche Selected Driver Christina Nielsen (Dänemark) sowie Park Place Motorsports mit Jörg Bergmeister (Langenfeld) und Patrick Lindsey (USA) am Start.




Die Porsche-Fahrzeuge

Für seine zweite Rennsaison wurden beim 911 RSR vor allem Setup-Optimierungen vorgenommen. Der vor der Hinterachse eingebaute Motor leistet je nach Restriktorgröße rund 375 kW (510 PS). Für aerodynamische Effizienz und ein hohes Maß an Abtrieb sorgt der große Heckdiffusor in Kombination mit dem hängend angebundenen Heckflügel. Für den 911 GT3 R stellt Porsche seinen Kundenteams 2018 ein Evolutionspaket zur Verfügung. Der über 368 kW (500 PS) starke Rennwagen wurde für die weltweiten GT3-Serien konstruiert.




Die Zeiten

Das Sechsstundenrennen startet am Sonntag, 1. Juli, um 9.45 Uhr Ortszeit (15.45 Uhr MESZ). Live übertragen wird es außerhalb der USA im Internet auf www.imsa.com.




Stimmen vor dem Rennen

Dr. Frank-Steffen Walliser, Leiter Motorsport und GT-Fahrzeuge: „Nach unserem Triumph in Le Mans kehrt für Porsche jetzt keineswegs der Alltag ein. Mit dem Rennen in Watkins Glen, einem der großen Sportwagenklassiker in den USA, wartet schon die nächste anspruchsvolle Herausforderung. Nicht zuletzt durch unseren Sieg beim Zwölfstundenrennen in Sebring liegen wir auch im North American Endurance Cup gut im Rennen. Bei dieser prestigeträchtigen Langstreckenwertung punktet unser 911 RSR mit Performance und Zuverlässigkeit. Mit einem Topergebnis in Watkins Glen wollen wir nicht nur unsere Führung in der IMSA SportsCar Championship ausbauen, sondern auch unsere Titelchance im North American Endurance Cup wahren.“

Sebastian Golz, Projektleiter 911 GT3 R: „Die Strecke kommt unserem 911 GT3 R mit dem neuen Evo-Update entgegen. Sie ist sehr flüssig und wird nur zwischen dem dritten und sechsten Gang gefahren. Das leichte Banking in Turn 1 lässt eine frühe Beschleunigung zu, und von dort nimmt man sehr viel Speed mit, um mit Vollgas durch die Esses zu fahren. Die Porsche-typische Gewichtsverteilung lässt einen sehr späten Bremspunkt auf die Schikane zu, um das Fahrzeug für die Rechts-Links-Rechts-Kombination zu positionieren. In Turn 11 wird im Regelfall leicht gelupft. Wir sind gespannt, ob die Kurve mit dem Evo-Update voll gefahren werden kann.“

Patrick Pilet (911 RSR #911): „In Watkins Glen haben wir schon viele gute Erfahrungen gemacht. Ich habe dort zwar noch nie gewonnen, aber vielleicht klappt es ja diesmal. Dass diese großartige Rennstrecke unserem 911 RSR liegt, haben wir im vergangenen Jahr gesehen, als wir lange auf dem zweiten Platz fuhren. Ich freue mich sehr auf das Rennen.“

Nick Tandy (911 RSR #911): „Watkins Glen ist eine der klassischen Rennstrecken. Sehr schnell und sehr anspruchsvoll. Ich freue mich auf diese Herausforderung. Bei einem Sechsstundenrennen spielt die Strategie eine wichtige Rolle. Das ist sicherlich ein Vorteil für uns, da unser Team über sehr viel Erfahrung verfügt. Ich war in Watkins Glen noch nie auf dem Podium. Höchste Zeit, das nachzuholen.“

Stimmen der Fahrer finden Sie in der Pressemitteilung (Downloads).




IMSA SportsCar Championship

Die IMSA SportsCar Championship ist eine Sportwagenrennserie, die seit 2014 in den USA und Kanada ausgetragen wird. Sie ist aus dem Zusammenschluss der American Le Mans Series und der Grand-Am Series entstanden. Sportprototypen und Sportwagen starten dabei in drei verschiedenen Klassen: GTLM (GT Le Mans), GTD (GT Daytona) und P (Prototype). Der Porsche 911 RSR fährt in der Klasse GTLM, der Porsche 911 GT3 R in der Klasse GTD.



Ähnliche Artikel

06.05.2018

Porsche hat in Mid-Ohio die Führung in der IMSA SportsCar Championship übernommen.

15.04.2018

In der IMSA SportsCar Championship hat es in Long Beach für den 911 RSR lange nach einem Erfolg ausgesehen.

18.03.2018

In Sebring hat der Porsche 911 RSR seinen ersten Saisonsieg in der IMSA SportsCar Championship geholt.

Quelle: Porsche Newsroom

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.